Offene Immobilienfonds in Krisensituationen
Wenn aber irgendwann mehr Fondsanteile zurückgegeben werden müssen als verfügbare Mittel in Geld vorhanden sind, muss der Fonds entweder einen Kredit aufnehmen, was die Rendite stark belasten würde, oder er muss Teile seiner Immobilien verkaufen.
Dies ist für den Kapitalanleger genau zu beachten.
Wollen plötzlich relativ viele Fondsinhaber verkaufen, dann zieht das den fallenden Immobilienmarkt weiter in die Tiefe, denn wenn mehr Immobilien auf den Mark kommen, muss deren Preis notgedrungen fallen.
Sinkt aber der erzielbare Preis einer Immobilie unter den von einem Gutachter für den Fonds als Mindestwert festgestellten Wert, so ist ein Verkauf nicht mehr zulässig.
Daher ist der Fonds in einer Krisensituation gezwungen, die besonders ertragsstarken und guten Objekte zu verkaufen, was die Rendite des Fonds endgültig in den Keller bringt.
Eine Kapitalanlage in offene Immobilienfonds kann je nach Aufbau des Fonds viele steuerliche Vorteile bringen.
Denn ein mehr oder weniger großer Teil des Profits eines Immobilienfonds kommt nach Wertsteigerungen der Objekte, die zum Teil steuerfrei bleiben, zustande.
Der restliche, durch die Mieteinnahmen zustande kommende Gewinn, wird durch die fiktiven Abschreibungen minimiert, die bei jeder Immobilie insb. bei Denkmalen anfallen.
Sofern der Immobilien-Markt sich also positiv entwickelt, sind die Anlagen in offene Immobilienfonds eine geeignete Ergänzungsstrategie eines umfassenden Portfolio-Managements.